Dorsten

Stimmen zum Jugendforum in Dorsten:

„Mir hat das heutige Treffen gut gefallen. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt und einige neue Erfahrungen gesammelt. Die Themen waren für Jugendliche sehr interessant.“
Hannah, 14

„Das Jugendforum hat mir insgesamt gut gefallen. Ich hätte mir jedoch eine noch größere Beteiligung von Jugendlichen gewünscht. Wir haben unter anderem festgestellt, dass das aktuelle  Schulsystem nicht gut ist. Die Politik muss in diesem Bereich noch präsenter werden.“
Tim, 17

„Die Workshops waren gut und es wurde dort viel diskutiert. Die jungen Workshopleiter haben mich sehr beeindruckt. Viele Fragen auf den Plakaten waren jedoch sehr ähnlich, weshalb wir oft ähnliche Dinge aufgeschrieben haben.“
Kathrin, 16

„Heute konnten beim Jugendforum verschiedene Interessen und Meinungen ausgetauscht werden. Das sehe ich sehr positiv! Viele unterschiedliche Themen haben die Veranstaltung unterhaltsam und abwechslungsreich gemacht.“
David, 17

“Das Jugendforum hat meine Erwartungen erfüllt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der des Jugendgremiums in Dorsten haben mich sehr beeindruckt. Diese Jugendlichen haben mich motiviert, selbst ehrenamtlich aktiv zu werden. Die Gruppenarbeit im Workshop zu Bildung, Ausbildung, Studium und Arbeit hat mir am besten gefallen.“
Nadine, 16

„Ich ziehe ein positives Fazit vom Jugendforum. Mir haben die verschiedenen Themen gefallen. Außerdem war der Austausch mit den anderen Jugendlichen sehr aufschlussreich. Schade fand ich, dass manche Themen wie Inklusion oder Rassismus nicht angeboten wurden. Insgesamt hat mir der Tag heute jedoch viel Spaß gemacht!“
Pia, 15

Alltagsprobleme, Freizeit und Traumberuf – Wie kriege ich alles unter einen Hut?

Am Samstag, den 9. Oktober 2013, trafen sich Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren in Dorsten, um gemeinsam über die Situation der Jugendlichen in ihrer Stadt zu diskutieren.

Es wurden vier verschiedene Workshops durchgeführt, welche die Teilnehmer anhand von Leitfragen nach ihren eigenen Wünschen gestalten konnten. Die Themenfelder bezogen sich auf folgende Lebensbereiche der Jugendlichen: „Bildung, Ausbildung, Studium und Arbeit“, „Politik, Rechte und Teilhabe“, „Kommunikation und Medien“ sowie „Engagement, Anerkennung und Freizeit“.

Eingeleitet wurden die Workshops mit einer kurzen Vorstellungsrunde, in der die Jugendlichen kurz etwas über sich erzählten und Auskunft darüber gaben, wie sie auf das Jugendforum aufmerksam geworden sind.

Das Jugendgremium der Stadt konnte sich durch die Beteiligung von zahlreichen Mitgliedern ein Bild von den Problemen und Wünschen der Dorstener Jugend machen. Sie versicherten, dass die angesprochene Kritik an die zuständigen Stellen weitergeleitet wird. So finden die Forderungen der Jugendlichen nicht nur beim landesweiten Jugendkongress in Düsseldorf ein Gehör, sondern werden auch auf kommunaler Ebene verwendet, um mehr Möglichkeiten für die Jugend zu schaffen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Dorsten merkten, dass sich etwas bewegen kann. Ihnen wurde zugehört, als sie über die aktuellen Ereignisse in der Stadt, an den jeweiligen Schulen und in den verschiedenen Vereinen sprachen. Das Jugendgremium als Sprachrohr der Jugend wurde dankend angenommen.

Bewerbungstraining und simulierte Vorstellungsgespräche

Ein viel diskutiertes Thema war die berufliche Zukunft der Jugendlichen. Viele wussten noch nicht genau, in welchem Bereich sie nach der Schule arbeiten wollen, andere hatten schon konkrete Vorstellungen. In einem waren sich aber alle einig: Sie wollen auf die späteren Herausforderungen in ihren Berufen vorbereitet sein. Eine Teilnehmerin sagte, dass in der Schule wenig über berufliche Perspektiven gesprochen werde. Die Schule sei sehr theoretisch, doch gerade der Bezug zur Praxis und zur Anwendbarkeit in einem folgenden Job fehle den Jugendlichen. Für diese Aussage erhielt sie viel Zustimmung. Gleiches gilt für die Forderung nach Bewerbungstraining und simulierten Vorstellungsgesprächen.

Die Jugendlichen hatten zudem ganz konkrete Vorstellungen, wie ihr Alltag organisiert werden soll. „Wir fordern eine gerechtere Aufteilung von Schule, lernen und Freizeit in unserem Alltag. Es kann nicht sein, dass wir durch G8 keine Zeit mehr für Freunde und Sport haben. Das viele Lernen raubt uns die ganze Zeit. Man sollte darüber nachdenken, ob das Schulmodell G8 nicht doch ein Schritt in die falsche Richtung war!“, sagte Tim, der als Mitglied des Jugendgremiums auch schon in der Vergangenheit mit Vertretern der Stadt Dorsten in Kontakt stand.
In diesem Zusammenhang war den Schülerinnen und Schülern auch eine verbesserte Anerkennung ihrer ehrenamtlichen oder sozialen Tätigkeit, die sie in ihrer Freizeit ausüben, wichtig.

„Warum wird mein ehrenamtliches Engagement, das ich neben der Schule und meinen sonstigen Verpflichtungen durchführe, nicht auch von der Schule gewürdigt?“, fragte eine Teilnehmerin, die sich ehrenamtlich in ihrem Sportverein engagiert.

Akzeptanz für das Ehrenamt steigern

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten, dass es an der Schule oft nicht erwünscht sei, wenn Freizeit für ehrenamtliche Tätigkeiten genutzt werde. Oft gab es bisher Probleme, wenn es darum ging, für Veranstaltungen eine schulische Freistellung zu erhalten. Die Schule müsse das Ehrenamt akzeptieren und dürfe den Schülerinnen und Schülern in diesem Bereich keine Steine in den Weg legen. Zudem solle ehrenamtliche Arbeit neben den Belastungen der Schule in Form eines Zertifikats anerkannt werden soll.

Im Nebenraum fand zeitgleich eine rege Diskussion über den vielfältigen Einsatz von neuen Medien in der Schule statt. Der Einsatz von Computern und dem Internet sei noch sehr ausbaufähig. Es wurde angeregt, dass die Schulen ein Fach „Neue Medien“ einführen sollen, um den Umgang mit digitalen Präsentationen und Office-Programmen zu fördern. Es wurde die Ansicht vertreten, dass die Lehrerinnen und Lehrer oft nicht qualifiziert seien und sich im Umgang mit technischen Geräten nicht immer auskennen. Die Schülerinnen und Schüler wünschten sich eine neue Form der Unterrichtsgestaltung, die mit Materialien arbeitet, die sie selbst auch häufig in ihrem Alltag benutzen.

Nach der zweiten Workshop-Phase wurden die Forderungen der Jugendlichen im gemeinsamen Plenum formuliert. Eine Menge Plakate konnte mit den vielen Ideen gefüllt werden. Am Ende der Veranstaltung gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmeri mit einem guten Gefühl nach Hause. „Mir hat das Jugendforum sehr viel Spaß gemacht. Ich finde die unterschiedlichen Meinungen sehr interessant. Ich glaube auch, dass wir gemeinsam etwas in Dorsten und in ganz NRW bewegen können“, zog Emely ein positives Fazit.

Bilder:

Aus Dorsten berichteten:

Lars Mittkowski (Text & Stimmen) und Katharina Ahlers (Fotos)

TERMIN JUGENDFORUM

9. November 2013

ORT

VHS Dorsten

Im Werth 6
46282 Dorsten

Tel.: 02362-664160
-> zur Homepage
-> zur Wegbeschreibung

Veranstalter

Stadt Dorsten
Amt für Familie und Jugend, Schule und Sport

Halterner Straße 5
46284 Dorsten

Tel.: 02362-663470
-> E-Mail senden

Online-Forum

Banner Kampagne jungesnrw